Der Evangelische Buchpreis geht in diesem Jahr an die Autorin Annett Gröschner. Ausgezeichnet wird ihr Roman «Schwebende Lasten».
Göttingen (epd). Die Berliner Schriftstellerin Annett Gröschner erhält den diesjährigen Evangelischen Buchpreis für ihren Roman «Schwebende Lasten». Gröschner zeige darin, «dass Geschichte nicht nur von Parolen, Systemen und Machtverhältnissen geprägt wird, sondern von vielen unsichtbaren Entscheidungen gewöhnlicher Menschen», begründete die Jury des Evangelischen Literaturportals am Donnerstag in Göttingen ihre Entscheidung.
Gröschner wurde den Angaben zufolge 1964 in Magdeburg geboren und lebt seit 1983 in Berlin. Ihr Buch «Schwebende Lasten» erschien im vergangenen Jahr im Verlag C.H.Beck. Die Autorin beschreibt darin fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte entlang des Lebens einer Magdeburger Arbeiterin. Bekannt wurde Gröschner mit ihren Romanen «Moskauer Eis» aus dem Jahr 2000 und «Walpurgistag» von 2011.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll am 20. Mai in Nürnberg an Gröschner verliehen werden, hieß es. Im vergangenen Jahr erhielt der Autor Volker Surmann die Auszeichnung.
Das Evangelische Literaturportal, der Dachverband evangelischer öffentlicher Büchereien, vergibt den Evangelischen Buchpreis seit 1979 jährlich. Das Vorschlagsrecht haben den Angaben zufolge nicht Autoren oder Verlage, sondern Leserinnen und Leser.