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Die Klimakrise macht sich auch in Niedersachsen immer mehr bemerkbar. Im vergangenen Jahr fiel deutlich weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt.

Hannover (epd). Das hydrologische Jahr 2025 war in Niedersachsen zu trocken. Im Zeitraum vom 1. November 2024 bis 31. Oktober 2025, der das hydrologische Jahr beschreibt, sind in Niedersachsen 129 Millimeter (minus 17 Prozent) weniger Niederschlag gefallen als im langjährigen Mittel zwischen 1991 und 2020. Das teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) am Dienstag mit.

Zu den wenigen Niederschlägen kamen auch noch gestiegene Temperaturen, die für mehr potenzielle Verdunstung sorgen. «Das beides zusammengenommen ergibt für Niedersachsen eine Klimatische Wasserbilanz von minus 50 Millimetern in 2025», sagte Gabriele Ertl, Hydrogeologin im LBEG. «Gegenüber dem Vergleichszeitraum 1991 bis 2020 sind das 174 Millimeter oder eben 141 Prozent weniger Wasser, das potentiell zur Verfügung steht.»

Bereits im vergangenen Frühjahr hatte das LBEG mitgeteilt, dass das niedersächsische Wasserdefizit im März 2025 das größte seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Die Klimatische Wasserbilanz betrug minus 39 Millimeter. Das entspricht einem Defizit von 39 Litern pro Quadratmeter. Hauptgrund war, dass im Landesdurchschnitt nur sieben Millimeter Niederschlag fielen - so wenig wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zwar brachte der Oktober überdurchschnittliche Niederschläge insbesondere im Norden Niedersachsens, das Defizit im Landesmittel konnten diese jedoch nicht ausgleichen.