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Seit 60 Jahren besteht der «Besprechungskreis Kirche-Handwerk». Jährlich tagt das Gremium an verschiedenen Orten Deutschlands. Nun kamen seine Vertreter in Braunschweig zusammen, um ihre Zusammenarbeit zu festigen.

Braunschweig (epd). Kirchen und Handwerk fordern gemeinsam die Politik zu mutigen Reformen auf, um den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme zu stärken. Nötig seien etwa ein Bürokratieabbau sowie Senkungen von Energiepreisen, Steuern und Abgabelasten, betonten Vertreter des «Besprechungskreises Kirche-Handwerk» am Dienstag in Braunschweig. Der bundesweit agierende Besprechungskreis war in der Löwenstadt anlässlich seines 60-jährigen Bestehens zu einer zweitägigen Diskussionsrunde mit Vertretern aus Handwerk und den beiden großen Kirchen zusammengekommen.

«Getragen von gemeinsamen Werten und der Überzeugung, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, wollen wir auch künftig Impulse für gesellschaftliches Engagement setzen und den Dialog zwischen Handwerk und Kirchen festigen», sagte der Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Karl-Sebastian Schulte. In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und politischer Extreme komme es mehr denn je darauf an, eine klare Haltung für Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt vorzuleben, betonte Schulte als Vorsitzender des Besprechungskreises.

Der oldenburgische evangelische Bischof Thomas Adomeit ergänzte, sowohl Kirchen als auch Handwerk seien in ihrem Wirken «nah bei den Menschen - in Stadt und Land, im Alltag, in den Betrieben und Gemeinden». Deswegen komme beiden eine wichtige Rolle als Impulsgeber zu. «Wir können gemeinsam Vertrauen stärken, Mut zur Verantwortung wecken und unserer Demokratie dienen.»

Der Besprechungskreis habe in den vergangenen Jahrzehnten bereits zahlreiche Handlungsfelder adressiert. So reichte das Engagement bisher vom Klimaschutz über Nachhaltigkeit bis hin zur generationsgerechten Gestaltung der Sozialsysteme, sagte der Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Detlef Bade. Die Mitglieder des Gremiums verstehen sich als Multiplikatoren.