Ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven wählt Mitglieder für die oldenburgische Synode und bringt Haushaltspläne auf den Weg
Wahlen und Haushaltspläne standen vorrangig auf der Tagesordnung der 3. Tagung der Kreissynode, die Kreispfarrer Christian Scheuer und sein Team an die Synodalen des Ev.-luth. Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven geschickt hatten. Bevor die 40 Delegierten der Kirchengemeinden auf der Tagung am Samstag, 15. November, in Sande aber ihre Vertreterinnen und Vertreter für die Synode der oldenburgischen Kirche wählen konnten, hörten sie im Gottesdienst die biblische Geschichte von Mose und seiner Gemeindeversammlung. Wangerooges Pastor Jan Janssen erinnerte in seiner Predigt daran, dass Gott damals 70 Älteste bestimmte, die sich die Leitung der Gemeinde teilen sollten. Dafür wurden sie im wahrsten Sinne des Wortes be“geistert“. Frei nach dem Motto: Kirche leiten geht nicht allein.
Menschen
Für die 50. Synode der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, die Anfang 2026 ihre Arbeit aufnehmen wird, wurden sieben Mitglieder gewählt. Dabei konnten sich die Synodalen für Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Generationen und Regionen entscheiden. Gewählt wurden Sönke Carstens (Bockhorn), Lotte Heidenreich (KG Sengwarden), Philipp Hoffmann (KG Varel), Rüdiger Schaarschmidt (KG Neuende), Christian Viebach (KG Bockhorn), Jutta Wilhelms (KG Schortens) und Marion Winkel-Fiedelak (KG Havenkirche). Außerdem wurden aus dem Pfarrkonvent folgende vier Pfarrpersonen gewählt: Henry Burow, Natascha Faull, Doris Möllenberg und Anke Stalling.
Für alle Synodalen wurde zusätzlich jeweils eine persönliche Stellvertretung gewählt.
Die Synode ist das Kirchenparlament der oldenburgischen Kirche. Sie entscheidet über die wesentlichen Gesetze und Bestimmungen für die rund einhundert Kirchengemeinden mit ihren knapp 350.000 Gemeindegliedern.
Dynamische Entwicklungen im Kirchenkreis
„Ich stelle Ihnen die überaus dynamische Entwicklung der Personalsituation allein von Juli bis November 2025 vor“, so eröffnete Kreispfarrer Christian Scheuer seinen Bericht aus dem Kirchenkreis. Verabschiedungen und Neuanfänge in bisher ungekanntem Ausmaß hätten diesen kurzen Zeitraum bestimmt. Fast im monatlichen Takt seien Menschen in den Ruhestand oder auf andere Stellen verabschiedet worden. Dass dies keine geringen Veränderungen waren, wird laut Scheuer an der Anzahl der Jahre deutlich, die die Stelleninhaber ihren Dienst in Friesland und Wilhelmshaven getan haben.
Verwaltungsleiter Burkhard Streich und Pfarrer Frank Moritz waren jeweils über drei Jahrzehnte im Kirchenkreis tätig. Pfarrer Stefan Grünefeld und Pfarrerin Petra Czeppat versahen ihre Arbeit im Wangerland und im Klinikum jeweils über mehr als zwei Jahrzehnte. Dies sind große Einschnitte, die es zu tragen gilt.
Aber genauso viele Neuanfänge seien auch zu verzeichnen gewesen, so Scheuer. Monatlich gab es quer durch den Kirchenkreis einen Neustart in einer der Gemeinden und Einrichtungen. So wurde Franziska Kempcke als Pastorin der Kirchengemeinde Sande fest in ihr Amt eingeführt. Auch für die Klinikseelsorge in Wilhelmshaven hat sich eine Nachfolge gefunden: Pfarrer Bernhard Jacobi nimmt seinen Dienst zum Anfang 2026 auf.
Zahlen
Zum Schluss beschäftigte sich die Kreissynode nach der Präsentation durch den kommissarischen Verwaltungsleiter Michael de Vries mit der Abnahme des Haushaltsplans 2026 und der Ergebnisrechnung 2024, die jeweils ein positives Bilanzergebnis aufweisen.

