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Bremen (epd). Im Land Bremen sollen sich künftig alle Einrichtungen der ambulanten und stationären Altenpflege über eine Umlage an der Ausbildung von Pflegekräften beteiligen. «Auch wenn sie selber nicht ausbilden», unterstrich am Dienstag Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Gleichzeitig solle die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht werden, um den absehbar steigenden Bedarf für die Zukunft decken zu können.

Die rechtliche Grundlage für die Umlage hat der Senat Stahmann zufolge am Dienstag mit einem Beschluss geschaffen. Voraussetzung dafür war unter anderem ein Gutachten des Zentrums für Sozialpolitik an der Universität Bremen, nach dem im kleinsten Bundesland ein Mangel an fachlich qualifizierten Altenpflegekräften droht. Erste Zahlungen aus der Umlage sollen 2016 fließen.

Das neue Verfahren regelt, wie die Kosten für die Ausbildungsvergütung umverteilt werden. Auszubildende in der Altenpflege bekommen je nach Ausbildungsjahr bei tariflicher Entlohnung zwischen 976 Euro und 1.138 Euro im Monat, hieß es. Insgesamt werde damit ein Finanzvolumen von derzeit knapp vier Millionen Euro umverteilt.

Nach den Daten der Pflegestatistik arbeiteten 2013 in Pflegeeinrichtungen im Land Bremen rund 2.100 staatlich anerkannte Altenpflegefachkräfte. Dazu kamen 1.150 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sowie etwa 1.000 staatlich anerkannte Altenpflegehilfskräfte. Auch die niedersächsische Landesregierung plant eine Umlagefinanzierung für die Altenpflege-Ausbildung.