In Amman traf Kristina Kühnbaum-Schmidt König Abdullah II. und betonte die Verbundenheit lutherischer Kirchen sowie Hilfe für Menschen in Not.
Hannover/Amman (epd). Die Landesbischöfin der evangelischen Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, ist in Amman (Jordanien) von König Abdullah II. empfangen worden. Kühnbaum-Schmidt, die Vizepräsidentin des Lutherischen Weltbundes (LWB) ist, nahm als Teil einer Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) an der Begegnung teil, an der Begegnung teil, wie die Nordkirche am Donnerstag mitteilte. Anlass sei die Audienz von Bischof Imad Haddad, dem neu gewählten Leitenden Geistlichen der ELCJHL, bei König Abdullah II. und Kronprinz Al Hussein gewesen.
Kühnbaum-Schmidt ist zugleich Vorsitzende des in Hannover ansässigen Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes. Sie habe bei dem Treffen das Engagement des jordanischen Königshauses für interreligiösen Dialog, humanitäre Verantwortung und das friedliche Zusammenleben der Religionen gewürdigt, hieß es weiter. König Abdullah II. gilt gemeinhin als Förderer eines gemäßigten Islam.
Die Landesbischöfin erinnerte den Angaben zufolge an die historischen und geistlichen Wurzeln der lutherischen Kirchen in unterschiedlichen Weltregionen. Die ELCJHL sei «eine Kirche in einer Region, in der das Christentum entstanden ist», während die lutherischen Kirchen in Deutschland in einer Region beheimatet seien, «in der Martin Luther lebte und die Reformation begann». Daraus folge eine besondere Verbundenheit in Geschichte und Glauben.
Der interreligiöse Austausch sei auch für die Nordkirche und die lutherischen Kirchen in Deutschland von zentraler Bedeutung. «Sich gegenseitig zu verstehen und als Nachbarn respektvoll und friedlich miteinander zu leben, ist gegenwärtig nicht nur notwendig, sondern tief in den religiösen Traditionen verwurzelt», sagte Kühnbaum-Schmidt.
Zugleich äußerte sie Sorge über die Missachtung grundlegender humanitärer Prinzipien. Es sei besorgniserregend, wie oft diese menschlichen Prinzipien missachtet werden, etwa, wenn Menschen in Not der Zugang zu Nahrung, Unterkunft oder medizinischer Versorgung verweigert wird, sagte Kühnbaum-Schmidt. Als Zeichen der Hoffnung verstehe sie deshalb auch das Engagement der christlichen Kirchen für Menschen in Not.