Die «Stunde der Wintervögel» gehört seit 16 Jahren für Tierfreunde und Naturschützer zum festen Ritual am Jahresbeginn, so auch an diesem Wochenende. Die ersten Ergebnisse überraschen.
Hannover/Berlin (epd). Bei der am Freitag gestarteten Mitmachaktion «Stunde der Wintervögel» zeichnen sich laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) deutliche Unterschiede zwischen dem kalten Norden und dem milderen Süden ab. In den nördlichen Regionen seien die Teilnehmerzahlen sprunghaft angestiegen, sagte ein Nabu-Sprecher am Sonnabend in Berlin. Gleichzeitig würden dort pro Garten wesentlich mehr Vögel beobachtet.
Demnach hielten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt doppelt so viele Menschen wie 2025 nach Wintervögeln Ausschau. In vielen anderen Bundesländern lagen die Werte den Angaben zufolge bisher hingegen auf Vorjahresniveau oder sogar leicht darunter.
Zählungen in Gärten, Parks, auf Balkonen oder Friedhöfen möglich Der Nabu hat für den 9. bis 11. Januar zur 16. bundesweiten Wintervögel-Zählung aufgerufen. Mitmachen kann jeder, der sich bis Sonntag für eine Stunde Zeit nimmt. Die Teilnehmer werden gebeten, von einem festen Platz aus, Vögel zu bestimmen und zu zählen, etwa auf dem Balkon, dem Friedhof, im Garten oder Park. Die Beobachtungen können bis zum 19. Januar auf der Nabu-Website oder über die App «Nabu Vogelwelt» gemeldet werden.
Den ersten Ergebnissen zufolge wurden seit Freitag vorwiegend Kohlmeisen und Blaumeisen, Amseln, Rotkehlchen und Buchfinken in den Futterhäuschen gesichtet. Im vergangenen Jahr beteiligten sich bundesweit mehr als 122.000 Menschen an der Aktion.