Über 17.000 Bürger haben bei der «Stunde der Wintervögel» mitgemacht und Vögel in Gärten und Parks gezählt. Die Ergebnisse stimmen Naturschützer froh.
Hannover (epd). Rund 17.400 Niedersachsen haben sich im Januar an der «Stunde der Wintervögel» beteiligt und dabei in Gärten, Parks und auf Balkonen insgesamt 409.593 Vögel gezählt. Dies entspricht dem drittbesten Beteiligungsergebnis seit Beginn der Mitmachaktion, wie der Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen am Dienstag in Hannover mitteilte.
Die Liste der meistbeobachteten Vögel wird laut Nabu erneut von der Kohlmeise angeführt, dicht gefolgt vom Haussperling. Erfreut zeigten sich die Naturschützer über die positive Entwicklung bei der Amsel: Nachdem die Art in den vergangenen Jahren stark unter dem Usutu-Virus litt, zeigten die aktuellen Zahlen erstmals wieder eine deutliche Erholung.
Auch der Buchfink war der Statistik zufolge deutlich präsenter als 2025, mit einem Plus von 50 Prozent. Auffällig sei zudem das vermehrte Auftreten der Tannenmeise und der Goldammer. Beiden Arten seien bekannt dafür, bei winterlicher Kälte vermehrt in Siedlungsnähe aufzutauchen.
Ein spannender Nebeneffekt zeigte sich beim frisch gekürten Vogel des Jahres 2026: Das Rebhuhn wurde in Niedersachsen rund 925 Prozent häufiger gemeldet als im Vorjahr. Der Nabu vermutet, dass viele Teilnehmer gezielt nach der bedrohten Wiesenvogelart suchten. Die bundesweite Vogelzähl-Aktion fand bereits zum 16. Mal statt.