Von Moor-Kunst bis zum Podcast-Studio: Das Land Niedersachsen fördert soziokulturelle Projekte. Kulturminister Moors sieht darin auch eine Investition in die Demokratie.
Hannover (epd). Das Land Niedersachsen unterstützt im ersten Halbjahr soziokulturelle Zentren und Vereine mit rund anderthalb Millionen Euro. «Soziokultur schafft Räume, in denen Menschen einander begegnen, sich einbringen und gemeinsam Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen können - in der Stadt ebenso wie im ländlichen Raum», sagte Kulturminister Falko Mohrs (SPD) am Mittwoch in Hannover. Damit investiere das Land in gesellschaftlichen Zusammenhalt, kulturelle Vielfalt und eine lebendige Demokratie vor Ort.
Insgesamt 460.000 Euro gehen an 36 soziokulturelle Projekte, hieß es. Dazu zählt unter anderem der Verein «Amoore» aus Edewicht, wo Künstler und Moorexperten die Relevanz der Moorlandschaften vermitteln. Die Teilnehmer setzten sich künstlerisch mit Musik, Installationen und Drucken mit der Landschaft auseinander.
Weitere 555.000 Euro gehen den Angaben zufolge an landesweit 37 soziokulturelle Vereine, die in vielen Dörfern die «kulturelle Grundversorgung» übernehmen. Beispielhaft sei der Verein Kulturstation Bad Bevensen, wo in einer früheren Kur-Apotheke Lesungen, Diskussionen und Gesprächsreihen veranstaltet werden, um der Einsamkeit von Bewohnerinnen und Bewohnern entgegenzuwirken. Der Verein «Kulturbrennerei Doka» in Norden belebe eine alte Schnapsbrennerei als Kulturort im Zentrum der Stadt neu.
Insgesamt 490.000 Euro werden für 20 Vorhaben zum Umbau und zur Einrichtung von soziokulturellen Projekten investiert. So werde der Verein «Zollhaus» in Leer ein Podcast-Studio einrichten können, hieß es. Das Studio stehe Kulturschaffenden, Jugendlichen und engagierten Initiativen offen, um das kulturelle Leben in Ostfriesland sichtbarer zu machen.