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Braunschweig/Essen (epd). CSU-Chef Horst Seehofer hat eine stärkere Kontrolle von Flüchtlingen verlangt. Er wolle keinen Generalverdacht aussprechen: «Aber wir müssen Zuwanderer in Deutschland stärker kontrollieren und überwachen», sagte der bayerische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Er bezog sich dabei auf den Axt-Angriff von Würzburg. «Wir müssen uns sicher sein, dass keine Verbindungen zum 'Islamischen Staat' bestehen», unterstrich Seehofer. Der Axt-Angreifer hatte 2015 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan in Deutschland um Asyl gebeten.

«Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern müssen sich die Flüchtlinge genauer anschauen, damit sich solche schlimmen Dinge wie in Würzburg nicht wiederholen», sagte Seehofer. Zwar gebe es keine «totale Sicherheit». Trotzdem müsse der Staat alles Menschenmögliche tun, um die Bürger noch besser zu schützen. In Bayern werde die Polizeipräsenz erhöht und die Beamten besser ausgestattet. Außerdem sei eine «viel stärkere Videoüberwachung, auch von Bahnhöfen und Zügen» erforderlich.

Seehofer bekräftigte zugleich seine Forderung nach einer Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr in Deutschland. «Nur dann schaffen wir Unterbringung, Finanzierung, Integration und Sicherheit», betonte der Ministerpräsident. Außerdem sei eine strikte und wirksame Kontrolle der Grenzen erforderlich. Bisher habe die EU bei den Grenzkontrollen versagt. Hunderttausende Flüchtlinge seien unkontrolliert nach Deutschland gekommen.