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Eine US-amerikanische Tierschützerin rief 2001 den «Internationalen Tag des Eichhörnchens» ins Leben. Naturschützer weisen seither auf die Bedeutung der Hörnchen für die heimische Umwelt und Natur hin.

Hannover (epd). Zum Internationalen Tag des Eichhörnchens (21. Januar) hat die kirchliche Umweltexpertin Mona Holk Gharib zum Schutz der Tiere aufgerufen. Eichhörnchen spielten eine wichtige Rolle für die heimische Natur, sagte Gharib dem Evangelischen Pressedienst (epd). «Sie stehen symbolisch für gesunde Wälder, artenreiche Baumlandschaften und einen verantwortungsvollen Umgang mit urbanen Gärten und Grünflächen.» Die Gartenbauerin und promovierte Umweltchemikerin ist Teamleiterin für Umweltschutz bei der evangelischen Landeskirche Hannovers und engagiert sich im Ehrenamt als Eichhörnchen-Retterin.

Eichhörnchen verbuddelten Eicheln, Bucheckern, Haselnüsse oder Walnüsse sowie Kiefern- und Fichtensamen, aus denen sich dann neue Bäume entwickelten, betonte die Umweltschützerin. Sie legten Nahrungsvorräte im Boden an, fänden aber nicht alle Depots wieder. Die Tiere trügen so zur Verjüngung des Baumbestandes und zur genetischen Vielfalt des Waldes bei. So werde der Wald widerstandsfähiger gegen Schädlinge und den Klimawandel. «Davon profitieren auch andere Tierarten und viele heimische Singvögel.»

Bürgerinnen und Bürger könnten eine Menge tun, um Eichhörnchen zu schützen, sagte Gharib. «Achten Sie beim Rückschnitt von Hecken, Sträuchern und Bäumen darauf, Lebensräume, Nahrungsquellen und Wanderwege für die Tiere zu erhalten», rät die Expertin. «Pflanzen Sie verschiedene heimische Baumarten, um die Nahrungskette zu stärken. Und melden Sie verwaiste oder verletzte Tiere an örtliche Rettungsstationen.»

In Burgdorf bei Hannover betreibt Gharib ehrenamtlich eine Eichhörnchen-Rettungsstation. Dort werden verletzte oder verwaiste Tiere aufgenommen, gepflegt und wieder ausgewildert. Entsetzt zeigte sich die Tierschützerin über die Folgen der zurückliegenden Silvesternacht für die Kleinsäuger. «Bereits Anfang Januar wurden uns mehrere verletzte, erschöpfte und unter Schock stehende Eichhörnchen gebracht, verletzt durch Böller, Raketen oder herumliegende Trümmerteile. Auch Tiere, die vor Lärm und Schock wegliefen, gerieten in Gefahr und wurden teils apathisch von Menschen gefunden.»

Der Stress könne bei Wildtieren Magen-Darm-Probleme und Durchfall auslösen und im schlimmsten Fall zum Tod führen, erläuterte Gharib. Trotz sofortiger Hilfe und einer Versorgung mit Sauerstoff hätten einige Eichhörnchen nicht überlebt. Die Umweltschützerin plädierte daher für Silvesterfeiern ohne Knallerei. Der «Internationale Tag des Eichhörnchens» («Squirrel Appreciation Day») wurde 2001 von der US-amerikanischen Wildtier-Schützerin Christy Hargrove ins Leben gerufen.