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Synodentagung mit Gottesdienst eröffnet

Die 1. Tagung der 50. Synode der oldenburgischen Kirche ist am Donnerstagmorgen, 28. Mai, mit einem Gottesdienst in der St.-Ulrichs-Kirche in Rastede eröffnet worden. Gestaltet wurde der Gottesdienst von Pfarrerin Julia Klein aus Ganderkesee und Pfarrer Lars Löwensen aus Wildeshausen. 

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser begleitet.

Eröffnung der Synodentagung

Synodenpräsident Chris Schellstede eröffnete mit einem Dank an Pfarrerin Julia Klein und Pfarrer Lars Löwensen und alle anderen Mitwirkenden für den Eröffnungsgottesdienst in der Rasteder St.-Ulrichs-Kirche die Beratungen der 1. Tagung der 50. Synode der oldenburgischen Kirche im Evangelischen Bildungshaus Rastede. Er begrüßte besonders die Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Synode per Live-Stream verfolgen.

Prüfung der Nachwahlen zur 50. Synode
Synodenpräsident Schellstede berichtete, dass die Prüfung der Nachwahlen eines nichttheologischen Ersatzmitgliedes in die 50. Synode aus dem Kirchenkreis Delmenhorst/Oldenburg Land keine Beanstandung ergeben habe. Als nichttheologisches Mitglied wurde Dr. Stefan Depta (Vertreter von Helge Treiber) gewählt. 

Die Prüfung der Nachwahlen eines nichttheologischen Ersatzmitgliedes in die 50. Synode aus dem Kirchenkreis Wesermarsch habe ebenfalls keine Beanstandung ergeben, so Schellstede. Als nichttheologisches Ersatzmitglied wurde Frank Walter (Vertreter von Chris Schellstede) gewählt.
        
Verpflichtung
Anschließend nahm Synodenpräsident Schellstede die Verpflichtung folgender Synodaler, bzw. Ersatzsynodaler vor:
Meike Bruns (Kirchenkreis Ammerland), Lotte Heidenreich (Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven), Pfarrer Christopher Iven (Kirchenkreis Wesermarsch) und Marion Winkel-Fiedelak (Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven) als Ersatzsynodale. 

Bericht aus dem Gemeinsamen Kirchenausschuss 

Bischof Adomeit stellte den Bericht aus dem Gemeinsamen Kirchenausschuss (GKA) vor. Der GKA der 49. Synode sei bis zur Neuwahl des GKA Anfang März 2026 im Amt gewesen und habe sich auch nach der 12. Tagung im November 2025 noch mehrfach getroffen. Der GKA habe die Visitationsberichte aus den Kirchengemeinden zur Kenntnis genommen und eine Reihe von Personalentscheidungen getroffen.

Direkt im Anschluss an die Konstituierende Sitzung der 50. Synode am 7. März 2026 habe der GKA der 50. Synode seine Arbeit aufgenommen, so Adomeit. Es habe eine zweitätige Klausurtagung und weitere Sitzungen gegeben. Auf der Klausurtagung habe sich der GKA schwerpunktmäßig mit dem Projekt Zukunftsfähigkeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg beschäftigt. Das Projekt Zukunftsfähigkeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg stehe in besonderer Weise für die synodale Verantwortung in dieser Periode. Es gehe bei diesem Projekt um die Frage, wie die oldenburgische Kirche inhaltlich, geistlich, strukturell und finanziell zukunftsfähig bleibe.

„Der Gemeinsame Kirchenausschuss ist in diesem Projekt Projektbeirat. Das heißt: Er ist nicht das Entscheidungsgremium, das ist die Synode, das sind Sie. Aber er ist Resonanzraum, Begleitgremium und Gesprächsort für das, was in diesem Projekt geschieht. In der Klausur im April hat der GKA sich deshalb ausführlich mit dem Projektstand befasst. Dabei ist sehr deutlich geworden: Dieses Projekt wird unsere Kirche verändern“, so Adomeit.

Der Gemeinsame Kirchenausschusses habe sich schnell in die vorliegenden Themen und Aufgaben eingearbeitet und sei gut arbeitsfähig. Bischof Adomeit betonte, dass die zu erwartenden großen Veränderungen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg durch die sich verändernden Rahmenbedingungen allen GKA-Mitgliedern bewusst sei.

Mit Blick auf das Jahresthema 2027 schlage der GKA der Synode das Thema „Demokratie und Glauben – Kirche in Verantwortung“ vor. Angedacht seien Schwerpunkte wie Demokratiebildung und Extremismusprävention, Kirche als Raum für Teilhabe und Vielfalt und Kirche gegen Diskriminierung.

Abschließend fasste Bischof Adomeit zusammen: „Der Gemeinsame Kirchenausschuss der 50. Synode hat einen guten Start hinbekommen. Dankbar schaue ich als Vorsitzender auf das Engagement der Mitglieder aus Synode und Kollegium und das sich gut entwickelnde Miteinander in diesem Gremium.“

Ausschuss für theologische und liturgische Fragen, Schöpfungsverantwortung, Mission und Ökumene 

Die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses, Ulrike Cepin, hat den Bericht des Vorsitzenden Pfarrer Dr. Oliver Dürr mündlich eingebracht. Der Ausschuss für theologische und liturgische Fragen, Schöpfungsverantwortung, Mission und Ökumene habe sich in der ersten Sitzung konstituiert und Pfarrer Dr. Oliver Dürr  zum Vorsitzenden gewählt. Ulrike Cepin wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.  

Weiterhin habe sich der Ausschuss mit den Themen „Reformiert in Oldenburg“, der Einführung in die theologische Grundsatzarbeit und der GEKE-Nordwest-Tagung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen inEuropa (GEKE) in Kopenhagen im April 2026 beschäftigt. 

Rechts- und Verfassungsausschuss 

Jost Richter brachte den Bericht zur Arbeit des Rechts- und Verfassungsausschusses ein. In seiner ersten Sitzung habe sich dieser konstituiert. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Jost Richter und als stellvertretender Vorsitzender Dr. Ivo Joswig gewählt.

„Der Ausschuss beschäftigt sich intensiv mit der Überarbeitung des Pfarrstellenbesetzungsgesetzes. Diese Überarbeitung des Gesetzes ist erforderlich geworden, da es den Anforderungen an die jetzige Besetzungssituation angepasst werden muss“, erklärte der Vorsitzende Richter. Daneben habe sich der Ausschuss mit der kleinen Änderung des Gebäudeeffizienzplangesetzes gemäß dem Beschluss der 12. Synode beschäftigt. „Es wird bereits jetzt deutlich, dass der Ausschuss seine Aufgaben gut erfüllen kann“, betonte Jost Richter abschließend. 

Bericht des Finanz- und Personalausschusses und seiner Unterausschüsse Anlage, Controlling und Personal

Die Ausschussvorsitzende Claudia Reetz brachte den Bericht des Finanz- und Personalausschusses ein. In der konstituierenden Sitzung wurden Claudia Reetz als Vorsitzende und Helge Treiber als stellvertretender Vorsitzender gewählt, berichtete Claudia Reetz. Es wurde auch die (Wieder-)Einrichtung der Unterausschüsse „Anlage“, „Controlling“ und „Personal“ vereinbart. 

Claudia Reetz dankte für die gute Zusammenarbeit mit den Mitwirkenden aus dem Oberkirchenrat sowie den Mitarbeitenden aus den jeweiligen Fachteams. „So können die herausfordernden Themenstellungen mit damit verbundenen Perspektiven für Entscheidungen durch die 50. Synode vernetzt und bestmöglich vorbereitet werden“, schloss die Vorsitzende ihren Bericht. 

Ausschuss für Gemeindedienst, Seelsorge und Diakonie 

Der Ausschussvorsitzende Florian Kubiczek stellte den Bericht des Ausschusses für Gemeindedienst, Seelsorge und Diakonie vor. In der ersten Sitzung wurde Florian Kubiczek zum  Vorsitzenden und Pfarrerin Susanne Stephan als stellvertretende Vorsitzende gewählt. 

Es seien Eingaben und Anträge durch den Ausschuss gesichtet und erörtert worden, so Kubiczek. Die Eingabe 43 Queere Christ*innen werde den Ausschuss weiterhin beschäftigen. Kubiczek berichtete, dass für den Antrag Neustrukturierung des Diakonischen Werkes Oberkirchenrat Lars Dede die Ausschussmitglieder über die Struktur des Diakonischen Werkes der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg e.V. (DWO) informiert habe. Aktuell stehe die Wiederbesetzung der Stelle des Theologischen Vorstands an, die zeitnah erfolgen solle. 

„Der Ausschuss wird sich auf der nächsten Ausschusssitzung intensiv mit der Thematik auseinandersetzen, um konkrete Anträge und Beschlussvorlage weiterleiten zu können“, schloss Kubiczek seinen Bericht. 

Ausschuss für Jugend, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit

Aus dem Ausschuss für Jugend, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit berichtete die Ausschussvorsitzende Ute Kohring, dass in der ersten Sitzung Wahlen zum Vorsitz und stellvertretenden Vorsitz stattgefunden hätten. Zur Vorsitzenden wurde Ute Kohring und Marylou Segebade zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. 

Weiterhin habe sich der Ausschuss mit der Weiterentwicklung des Ev. Bildungshauses Rastede beschäftigt. Die Leiterin des Ev. Bildungshauses Rastede, Pfarrerin Martina Rambusch-Nowak, und der Teamleiter Hochbau der Gemeinsamen Kirchenverwaltung Michael Krohn hätten Planungen zur Weiterentwicklung der Einrichtung vorgestellt. 

„Die Fragestellungen bezüglich einer Weiterentwicklung des Ev. Bildungshauses Rastede werden im Ausschuss für Jugend, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit weiterverfolgt und die Ergebnisse der Synode bei ihrer 2. Tagung im November 2026 vorgestellt“, so Ute Kohring.

Rechnungsprüfungsausschuss

Als wiedergewählter Vorsitzender stellte Jost Richter den Bericht aus dem Rechnungsprüfungsausschuss vor. So sei Dr. Michael Jonas als stellvertretender Vorsitzende ebenfalls wiedergewählt worden. Weiterhin seien die Aufgaben des Rechnungsprüfungsausschusses sowie des Rechnungsprüfungsamtes vorgestellt und besprochen worden. 

In der Sitzung habe das Rechnungsprüfungsamt über den Stand der Prüfungen berichtet, deren Schwerpunkt weiterhin auf den erstmaligen Eröffnungsbilanzen liege. Die Prüfung der Kirchengemeinden und Kirchenkreise Delmenhorst/Oldenburg Land sowie Oldenburger Münsterland seien vollständig abgeschlossen worden. Aktuell würden die Unterlagen der Kirchengemeinden in den Kirchenkreisen Friesland-Wilhelmshaven und Wesermarsch geprüft. Mit einem Dank für die gute Zusammenarbeit schloss der Vorsitzende Richter seinen Bericht.

Bericht aus dem Präsidium

Der Anfang März dieses Jahres neu gewählte Synodenpräsident Chris Schellstede stellte den Bericht aus dem Präsidium vor. Das Präsidium habe sich bei seiner Sitzung mit der Arbeit des Awareness-Teams und der Überarbeitung des Awareness-Konzepts der Synode auseinandergesetzt. 

Das Team werde in Zusammenarbeit mit dem Präsidium voraussichtlich bis zur 2. Tagung der 50. Synode ein Awareness-Konzept erarbeiten, dass das bisherige Schutzkonzept ersetzen soll, so Schellstede. 

Den Vorschlag des Gemeinsamen Kirchenausschusses (GKA) für das Jahresthema 2027 hätten die Mitglieder des Präsidiums begrüßt. Angeregt wurde, dass sich die Synode auf dieser 1. Tagung der gemeinsamen Erklärung der Leitenden Geistlichen der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und der Bremischen Evangelischen Kirche unter dem Titel „Menschenwürde – Nächstenliebe – Zusammenhalt. Wir stehen dazu!“ anschließt. In der Erklärung hatten sich die Leitenden Geistlichen Anfang Mai zu den Grundwerten der Demokratie bekannt und zugleich Gefährdungen benannt. 

Zudem habe das Präsidium das Feedback, welches zum Ende der 49. Synode unter den Synodalen durchgeführt wurde, ausgewertet und bei der Vorbereitung der 1. Tagung berücksichtigt, berichtete Schellstede. 

Drei eingegangene Eingaben seien darüber hinaus vom Präsidium gesichtet und dem Gemeinsamen Kirchenausschuss jeweils entsprechende Überweisungsvorschläge unterbreitet worden. „Ich danke dem Präsidium schon jetzt für die vertrauliche, verlässliche und gute Zusammenarbeit und freue mich auf die kommenden Jahre mit euch“, so Chris Schellstede. 

Jahresthema 2026 „Kirche erleben, Vielfalt entdecken!“

Am Donnerstagnachmittag beschäftigen sich die Synodalen mit dem Jahresthema „Kirche erleben, Vielfalt entdecken!“. Hierfür hatte die AG Jahresthema einen Markt der Möglichkeiten geplant, an dem sich mehr als 40 Arbeitsbereiche, Einrichtungen, Werke und Kirchenkreise ihre Arbeit mit Ständen, Aktionen und vielem mehr vorstellen konnten, begleitet durch die Kirchenmusik. 

An verschiedenen Stationen erhielten die Teilnehmenden einen lebendigen Einblick in die vielfältige Landschaft der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg — von der gemeindenahen Arbeit vor Ort bis hin zu übergreifenden Aufgabenbereichen auf gesamtkirchlicher Ebene. Ergänzt wurde das Programm durch Mini-Workshops, die einen vertieften Einstieg in ausgewählte Themen ermöglichten und zum aktiven Austausch einluden. Ziel war es, den neuen Synodalen von Beginn an ein klares Bild davon zu vermitteln, wie die unterschiedlichen Bereiche der Kirche zusammenwirken und wo Schnittstellen für die eigene Arbeit entstehen können.

Impressionen des Markts der Möglichkeiten finden Sie in der Rubrik  “Bilder vom ersten Tagungstag”.

Abschluss des ersten Verhandlungstages

Nach Lesung, Gebet und Segen durch Bischof Thomas Adomeit schloss Synodenpräsident Chris Schellstede den ersten Verhandlungstag.

Bilder vom ersten Tagungstag

1./50. Synode

Berichterstattung der 1. Tagung der 50. Synode vom Donnerstag, 28. bis Samstag, 29. Mai 2026.

2. Tagungstag, Freitag

1. Tagung der 50. Synode, 2. Tagungstag am Freitag, 29. Mai 2026