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Zwischen Ethik und Naturwissenschaft: Rafaela Hillerbrand, Professorin für Technik- und Wissenschaftsphilosophie in Karlsruhe, erhält den Abt Jerusalem-Preis. Die Preisverleihung findet am 11. November statt.

Braunschweig (epd). Die Physikerin und Philosophin Rafaela Hillerbrand wird mit dem Abt Jerusalem-Preis ausgezeichnet. Die Professorin für Technik- und Wissenschaftsphilosophie am Institut für Technologie in Karlsruhe erhält die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung am 11. November im Theologischen Zentrum in Braunschweig, wie die braunschweigische Landeskirche am Dienstag mitteilte. Im Anschluss ist ein Festakt in der Kirche St. Ulrici geplant.

Im Rahmen eines Kolloquiums wird Hillerbrand den Angaben zufolge einen Vortrag zum Thema «Gedanken zum Dual Use aus Sicht der Technikethik» halten. Dual Use bezeichnet die Verwendbarkeit von Technologien oder Gütern sowohl zu zivilen als auch militärischen Zwecken. Die Veranstaltung bringt Perspektiven aus Rechts- und Politikwissenschaft sowie der Medizin- und Technikethik zusammen.

Zivile und militärische Nutzung: Vorträge zu Dual Use

Nach einer Begrüßung von Landesbischöfin Christina-Maria Bammel sprechen verschiedene Wissenschaftler zum Thema. Unter anderem sind das die Professorinnen Christin Kehrt von der TU Braunschweig, Susanne Beck von der Leibniz Universität Hannover, Ursula Schröder von der Universität Hamburg und Sabine Salloch von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Benannt ist der Abt-Jerusalem-Preis nach Friedrich Wilhelm Jerusalem (1709-1789), der als Abt des Klosters Riddagshausen Mitbegründer des Collegium Carolinum war, einer Bildungseinrichtung, aus der die Technische Universität Braunschweig hervorgegangen ist. Jerusalem gilt als Vordenker eines aufgeklärten Verhältnisses von Glaube und Vernunft.