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Hannover (epd). Der Verein Therapeutische Erziehungshilfen aus Lehrte hat den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis 2026 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen erhalten. Das Projekt «Der digitale Perspektivenübersetzer für die Jugendhilfe» solle helfen, wenn unterschiedliche Sichtweisen von jungen Menschen, Eltern und Fachkräften zu Konflikten führen, teilte der Verband am Montag in Hannover mit.

Lösungen finden trotz unterschiedlicher Bedürfnisse

Das auf Künstlicher Intelligenz basierende System macht den Angaben zufolge die unterschiedlichen Blickwinkel auf Probleme sichtbar und unterstütze Jugendliche, ihre Angehörigen und Therapeuten dabei, gemeinsam Lösungen und nächste Handlungsschritte zu erarbeiten. Es gehe um die Frage, wie Menschen einander verstehen könnten, wenn sie unterschiedliche Erwartungen und Bedürfnisse haben, sagten die Verbandsvorsitzenden, Silke Gerike und Kurt Spannig, in ihrer Laudatio.

Betroffene und Fachkräfte werden den Angaben zufolge eng in das Projekt einbezogen. Der «Perspektivenübersetzer» werde gemeinsam mit einem studentischen Start-up aus Hildesheim weiterentwickelt. Die Ausschreibung des Preises hatte sich an die rund 880 Mitgliedsorganisationen des Wohlfahrtsverbandes in Niedersachsen gerichtet.