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Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft warnt vor immenser Ressourcen-Verschwendung durch eine überbordende Bürokratie in den Kliniken. Verbandsdirektor Helge Engelke fordert vom Bund zügige Entlastungen.

Hannover (epd). Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft warnt vor einer massiven Belastung von Pflegekräften sowie Ärztinnen und Ärzten durch eine überbordende Bürokratie mit teilweise doppelten Melde- und Nachweispflichten. Wenn Datenmeldungen zur Daueraufgabe würden, laufe im System etwas grundlegend falsch, sagte Verbandsdirektor Helge Engelke am Freitag in Hannover. Er forderte den Bund auf den Bürokratieabbau entschlossen voranzutreiben. «Es darf nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben.»

Nach Angaben des Verbandes müssen die Kliniken im Jahresverlauf rund 130 verschiedene Melde- und Nachweispflichten erfüllen - statistisch gesehen alle zwei bis drei Tage einen Datensatz. Viele Angaben, die später in Jahresberichten auftauchten, würden bereits während des Jahres abgefragt. Die Krankenhausgesellschaft fordert deshalb, vorhandene Datensätze systematisch mehrfach zu nutzen und überflüssige Pflichten abzuschaffen.

Minimaldatensatz und Gesetzesreform gefordert

Engelke rief Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) zur schnellen Umsetzung des angekündigten Bürokratie-Rückbaugesetzes auf. Die Nachweise müssten über einen Minimaldatensatz vereinfacht werden. Die Organisation vertritt alle 163 Krankenhäuser im Land mit rund 40.000 Betten und 120.000 Beschäftigten. Gemeinsam mit der Landespolitik hat der Verband in den vergangenen Jahren wiederholt auf das Problem aufmerksam gemacht.