Zum Hauptinhalt springen

Die Johanniter in Oldenburg nehmen am Sonntag ihren Kältebus wieder in Betrieb, um Obdachlose mit heißen Getränken und Essen zu helfen. Die ehrenamtlichen Helfer rechnen mit mehr bedürftigen Gästen als im Vorjahr.

Oldenburg (epd). Der Kältebus für wohnungslose Menschen in Oldenburg startet am Sonntag in die neue Saison. Er soll bis Ostern jeweils dienstags und freitags von 18 bis 19.30 Uhr sowie sonntags von 17 bis 18.30 Uhr am Oldenburger Bahnhofsplatz stehen, wie die Johanniter-Unfall-Hilfe am Mittwoch in Oldenburg mitteilte. Bei anhaltender Kälte könne der Einsatzzeitraum auch verlängert werden.

Die Hilfsorganisation rechnet nach eigenen Angaben mit einem weiteren Anstieg der Hilfesuchenden. «Wir würden uns natürlich wünschen, dass weniger Menschen auf das Angebot angewiesen wären, als im vergangenen Jahr - aber wir rechnen damit, dass es wieder mehr werden», sagte Michael Zischke vom Organisationsteam des Kältebusses. Dieser Trend halte bereits seit einigen Jahren an.

Mehr Ehrenamtliche im Einsatz

Parallel zum Bedarf wächst den Angaben zufolge auch das Team. Während der Kältebus 2025 mit 40 Helfenden in die Saison ging, seien es derzeit bereits 45 Aktive. Bis zu 50 Personen könnten den Helferkreis in den kommenden Monaten verstärken, hieß es. Die Ehrenamtlichen kommen aus der Johanniter-Unfall-Hilfe, der Johanniter-Hilfsgemeinschaft und dem Johanniter-Orden.

Das rein spendenfinanzierte Angebot startet am Sonntag mit acht Litern Kaffee, 50 bis 100 Würstchen im Brötchen, 16 Litern Suppe, Mützen, Handschuhen und Schlafsäcken in die Saison. Zudem sollen im Verlauf des Winters wieder sogenannte Sleep Pods, kleine Notzelte, ausgegeben werden. Für viele Betroffene stelle das Essen am Bus die einzige warme Mahlzeit des Tages dar, sagte Zischke.