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Die evangelisch-reformierte Kirche widmet ihren Politischen Reformationstag der Friedensethik. In Leer diskutieren dazu Verteidigungspolitikerin Siemtje Möller und der evangelische Friedensbeauftragte Friedrich Kramer.

Leer (epd). Die evangelische Friedensethik angesichts gegenwärtiger Kriege steht im Zentrum des dritten «Politischen Reformationstag» der Evangelisch-reformierte Kirche. Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden hat dazu die stellvertretende SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzende und Verteidigungspolitikerin Siemtje Möller sowie den Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer, zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, teilte ein Kirchensprecher am Donnerstag mit. Der Abend unter der Überschrift «Panzer statt Pazifismus. Wie die Friedensfrage Deutschland und die Kirchen herausfordert!» am 29. Oktober in der Großen Kirche in Leer beginnt um 18.30 Uhr.

Das Thema brenne den Menschen unter den Nägeln und rücke immer näher, sagte die Kirchenpräsidentin. Für die Bevölkerung seien die Folgen der aktuellen Kriege bereits spürbar, etwa bei den Spritpreisen oder den Planungen für einen neuen Kriegshafen in Emden. Das wecke in Ostfriesland Erinnerungen an 1944 und 1945. Die historische Altstadt von Emden wurde bei einem Bombenangriff am 6. September 1944 fast vollständig zerstört.

Debatte über Wehrdienst und Kriegsfolgen

Auf dem Podium debattieren den Angaben zufolge neben Möller und Kramer auch Oberstarzt Mascha-Christine Groß vom Kommando Schnelle Einsatzkräfte Leer, Marius Blümel vom evangelischen Hilfswerk «Brot für die Welt» sowie Vertreter der Evangelisch-reformierten Jugend.