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Mischungen heimischer Wildpflanzen unterdrücken Unkraut zuverlässig und fördern die Insekten-Vielfalt auf Äckern. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Göttingen auf 29 Blühflächen in Südniedersachsen.

Göttingen (epd). Mischungen regionaler Wildpflanzen fördern die biologische Vielfalt auf Äckern und drängen zugleich unerwünschtes Unkraut zuverlässig zurück. Das zeigt eine Studie der Universität Göttingen, die auf 29 Blühflächen im Süden Niedersachsens gemeinsam mit 41 landwirtschaftlichen Betrieben ausgeführt wurde, wie die Universität am Montag mitteilte. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift «Basic and Applied Ecology».

Für die Untersuchung säten die Forschenden eine regional angepasste Mischung aus 33 heimischen Wildpflanzen-Arten ein. Vom ersten zum zweiten Jahr nahm der Flächenanteil der eingesäten Arten um 43 Prozent zu, während spontan aufkommende Pflanzen um 29 Prozent zurückgingen. Der Anteil problematischer Unkräuter sank auf unter zwei Prozent.

Höhere Akzeptanz in der Landwirtschaft

Die Göttinger Agrarökologin Catrin Westphal betonte, regionalisierte Saatgut-Mischungen könnten die Akzeptanz von Blühflächen in der Landwirtschaft deutlich erhöhen und dauerhaft vielfältige Lebensräume schaffen. Entscheidend sei die Kombination aus schnell wachsenden einjährigen und mehrjährigen Arten. Die Untersuchung wurde im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert.