Wilhelmshaven (epd). Wer Vögel beobachten will, braucht keine teure Ausrüstung, sagt die Wilhelmshavener Vogelforscherin und Biologin Corinna Langebrake. «Es funktioniert fast überall: an der Futterstelle im eigenen Garten, im Park, an der Küste, in Naturschutzgebieten.» Drei Tipps:
Die richtige Tageszeit
«Vögel sind Frühaufsteher und werden bei Sonnenaufgang aktiv», erklärt Langebrake. Auch der frühe Abend eignet sich, die Mittagszeit eher nicht. Jahreszeitlich ist das Frühjahr gut, weil die Tiere dann durch die Balz- und Brutzeit besonders präsent sind. Oberste Devise: Nicht stören. Wie das frühe Frühjahr bietet der späte Herbst durch lichte Baumkronen gute Sicht.
Praktische Helfer
Ein Fernglas holt die gefiederten Nachbarn nah heran. Und das Handy ist wichtig. Corinna Langebrake empfiehlt Smartphone-Apps zur Bestimmung wie «Merlin» (kostenlos). Auch praktisch: «NaturaList» (ebenfalls kostenfrei) zeigt, was in der Umgebung bereits beobachtet wurde - und ermöglicht die Dokumentation eigener Beobachtungen. Wer regelmäßig dieselbe Stelle besucht, bekommt ein Gespür für die lokalen Arten.
Exkursionen für Einsteiger
Naturschutzverbände wie der Nabu oder der BUND bieten Einsteiger-Exkursionen an, bei denen man direkt von erfahrenen Beobachtern lernt ( www.nabu.de und www.bund.net ). Immer wichtig: Unauffällige, raschelfreie und dem Wetter angepasste Kleidung.